Über mich

Mit Pferden aufgewachsen, kann ich mir ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen. Meine Kindheit war geprägt von Natural Horsemanship und so war es immer klar, dass Mensch und Pferd ein gutes Team sein müssen um erfolgreich zu sein. 
Schnell entwickelte ich jedoch eine Faszination für die Dressur. Für mich war es immer wie Tanzen, Pferd und Reiter im Viereck so leichtfüßig und harmonisch – wie Tanzen eben. Meine Großtante war Primaballerina in New York und auch ihr Lehrmeister sagte zu ihr sie solle sich die Pferde ansehen, so voller Kraft und doch so elegant und leichtfüßig. Ich verbrachte einige Jahre im Dressursport, mit dem Ehrgeiz einer Jugendlichen und ehrgeizigen Trainern. Es war immer eine Gratwanderung und häufig ist die Leichtigkeit dabei verloren gegangen und auch das Lachen während des Reitens. Die Jagd nach Schleifen und Pokalen macht einen schnell ungeduldig, unfair und zu ehrgeizig.

Dann entdeckte ich Phillipe Karl und Anja Beran – da war sie wieder diese Harmonie und Leichtigkeit selbst in den schwersten Lektionen. So bekam ich zum ersten Mal mit wie offen mit Problempferden gearbeitet wurde und welche Wege es gibt auch sie wieder in Harmonie zu bringen. Ich verschlang in der Folge alle Bücher und DVDs, die ich von den beiden finden konnte. 
In 2013 hatte ich dann die Chance selbst einen Kurs bei Anja Beran zu besuchen. Gleich zu Beginn der Stunde wusste ich, das ist es! Es war so motivierend endlich zu fühlen wie es ist, echt zu „Tanzen“ - bis heute bin ich diesem Weg treu geblieben. Aber so wie jeder Mensch ein Individuum ist, habe auch ich unter diesen Einflüssen meine eigene Handschrift entwickelt. 
Mein ganzes Leben habe ich zusammen mit den Pferden gelernt; manchmal musste ich unschöne Dinge beobachten, die mich als Negativbeispiel lehrten wie ich es nicht machen möchte und auch viele inspirierende Ansätze, die ich in meine ganz eigene Arbeit einfließen lasse. Viele Wege führen zum Ziel, jedes Pferd und jeder Mensch ist anders. Es braucht Feingefühl, Offenheit und tiefes Wissen um diese Harmonie zu erschaffen. 

Mein wichtigster Punkt ist es aber, das Pferd als meinen Partner und vollwertiges Teammitglied wahrzunehmen. Um sich zu entfalten brauchen wir ein stabiles Umfeld, Liebe, Abwechslung, einen freien Kopf, einen gesunden Körper, gute Ernährung und Motivation – dies gilt immer für Mensch und Pferd gleichermaßen. Ich habe das Glück, dass ich schon immer mit Pferden unter einem Dach leben durfte. Ich habe gelernt sie zu lesen, zu spüren wenn etwas nicht stimmt und sie zu beobachten wie sie miteinander umgehen, wie man ihre Sprache erlernt....

So hat sich mein roter Faden entwickelt mit verschiedenen Trainingsmethoden, meiner ganz eigenen Philosophie und Hilfsmitteln, die all das unterstützen und verfeinern. Der Umgang mit den Pferden muss immer individuell und fair sein, der Respekt und das Vertrauen zum Pferd ermöglicht es uns dieses auch von den Pferden zurück zu bekommen. Abwechslung durch Ausritte, Bodenarbeit, Freiarbeit, und Stangenarbeit  gehören auch zu meiner Arbeit - so haben wir Spaß, Harmonie, Vertrauen, und Respekt. Da bleiben dann gemeinsame Erfolge nicht lange aus.